
Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
Wenn dich etwas hier berührt, kannst du mir schreiben – ganz ohne etwas entscheiden zu müssen.“
Wenn das Leben auf „Pause“ steht
Die Tragik hinter Trauma, Diätkultur und Diabetes
Vielleicht kennst du dieses schwere Gefühl im Herzen, wenn du auf dein Leben zurückblickst:
Die Erkenntnis einer verlorenen Lebenszeit. Jahrelang fühlte sich das Dasein an wie „auf Pause“, weil die tiefe Überzeugung herrschte, erst nach dem Erreichen eines bestimmten Gewichts wirklich existieren zu dürfen.
Doch hinter diesem vermeintlichen „persönlichen Versagen“ verbirgt sich eine weitaus tiefere, biographische Tragik.
Der Ursprung: Wenn Sicherheit nicht verlässlich war
Alles beginnt oft in einer Kindheit, die von chronischem Stress, Bindungsverletzungen oder sogenannten Mikrotraumata geprägt war. Mikrotraumata sind die tausend kleinen Nadelstiche: das Übersehen-Werden, emotionale Kälte oder widersprüchliche Botschaften, sogenannte Double Binds.
In einem Umfeld, in dem Liebe an Bedingungen geknüpft war oder Nähe unberechenbar blieb, lernte dein Nervensystem sehr früh: „Ich bin nicht sicher, ich muss mich anpassen, um verbunden zu bleiben“. Dein Körper befand sich in einer permanenten Alarmbereitschaft, ohne dass es einen äußeren Ausweg gab.
Die Flucht in die Kontrolle: Diäten als Rettungsanker
In der Jugend traf dieses unsichere innere System auf eine Kultur, die Körperoptimierung und Schlanksein als höchsten Wert glorifiziert. Für ein Kind, das nie echten Halt erfahren hat, boten Diäten plötzlich eine scheinbare Struktur und Selbstwirksamkeit.
Der Körper wurde zum Projekt, das es zu kontrollieren galt. Kalorienzählen und strenge Regeln waren keine Eitelkeit, sondern ein verzweifelter Stabilisierungsversuch eines überforderten Nervensystems. Kontrolle ersetzte echte Beziehung – zu anderen und zu sich selbst.
Die bittere Ironie: Wenn der Körper den Preis zahlt
Die Tragik setzt sich fort, wenn selbst nach der Entlarvung der Diätlüge und dem Erkennen der eigenen Traumata eine Erkrankung wie Diabetes Typ 2 oder eine Insulinresistenz entsteht. Es ist wichtig zu verstehen: Dein Körper hat nicht versagt. Er hat zu lange unter massivem Druck funktioniert.
Chronischer Stress und die dauerhafte Ausschüttung von Cortisol führen dazu, dass Zellen weniger sensitiv auf Insulin reagieren. Die Insulinresistenz ist oft eine intelligente, adaptive Reaktion des Körpers, der im Dauer-Alarmmodus Energie (Glukose) im Blut bereitstellen muss, um für einen Kampf gewappnet zu sein, der niemals endet.
Das medizinische Gaslighting: Der endlose Kreislauf
Das Schmerzhafteste für viele Betroffene ist jedoch die Rückkehr der Diskriminierung im medizinischen System. Bei jedem Arztbesuch reduziert man dich erneut auf die Kilos auf der Waage. Es folgen die alten Forderungen nach mehr Bewegung und Disziplin – als ob Bewegung nicht jahrelang eine Form der Bestrafung gewesen wäre.
Dieses medizinische Gaslighting ignoriert deine Geschichte und versetzt dein Nervensystem beim bloßen Gedanken an „Ernährungsvervorgaben“ sofort wieder in den Freeze-Zustand (dorsale Erstarrung), weil es sich an den alten Zwang erinnert.
Ein neuer Weg: Würde statt Optimierung
Traumasensibel zu leben bedeutet, diesen Krieg gegen den eigenen Körper endlich zu beenden. Wahre Heilung beginnt nicht dort, wo der Diabetes verschwindet oder die Kilos schwinden, sondern dort, wo du die Würde deines Überlebens anerkennst.
Dein Körper war nie das Problem – er war schlichtweg überfordert und hat dich so gut er konnte durch ein System getragen, in dem es zu wenig Halt gab. Es ist nie zu spät, wieder auf deiner eigenen Seite zu stehen und einen Raum zu finden, in dem dein Körper nicht mehr funktionieren muss, sondern einfach sein darf
"Denn dein Leben findet jetzt statt – mit diesem Körper, in diesem Moment. "
Nun schaue ich jedoch auf ein DANACH,
das ist nicht wie das DAVOR
und mitunter muss ich feststellen,
das ich kein
DAVOR habe...

Das löst manchmal noch immer Bedauern und Trauer aus und auch dabei hole ich mir Unterstützung.
Genauso wichtig ist jedoch anzuerkennen, das ich mein Leben nun anders gestalten darf, anpassen darf.
Eben traumasensibel mit mir und meinem Umfeld sein.
Es geht also nicht darum, das Erlebte ungeschehen zu machen, zu leugnen oder einen Zuckerguss draufzulegen.
Es sind Erfahrungen, die zu uns gehören und wir dürfen auch sie würdigen und uns selber anerkennend zu winken.
Nun will auch das Schmerzhafte und Unfassbare letztendlich nur von uns gesehen, gefühlt und integriert werden.
Passiert ist es doch schon!
Gestalten wir nun selbstbestimmt, unser absolut zu 100% würdiges DANACH.
Wie ich arbeite
Ich arbeite nervensystemorientiert, körperbasiert und bindungssensibel –
mit Yoga, Coaching und Begleitung in Übergangszeiten.
In Kontakt kommen
Bevor wir eine gemeinsame Begleitung beginnen, lade ich dich in einen kostenfreien Orientierungsraum ein.
Dies ist ein ca. 15-minütiges Gespräch via Zoom, das einen geschützten Rahmen für ein erstes Kennenlernen bietet.
Der Orientierungsraum dient dazu, vorab ganz in Ruhe zu prüfen, ob diese Basis für unsere Zusammenarbeit da ist.
Erst wenn wir beide ein stimmiges Gefühl für diese nächsten drei Schritte haben, beginnen wir den gemeinsamen Weg.





